BERND BARTOLOME · ROBOTIC PIETÀ

ROBOTIC PIETÀ

Eine zeitgenössische Pietà über Leid, Verletzlichkeit und das Teilen des Schmerzes der gesamten Menschheit.

ROBOTIC PIETÀ · BERND BARTOLOME

PIETÀ

WHAT
REMAINS?

Entfernt man aus der historischen Pietà ihre religiöse Ikonografie, bleiben Leid, Schmerz und Mitgefühl.

Der klassische Typus zeigt einen Menschen, der einen anderen Menschen in seinem äußersten Zustand von Verletzlichkeit hält. Körper tragen Körper. Schmerz wird sichtbar, weil er geteilt wird.

Bartolomes Werk übernimmt diese elementare Struktur, ohne die historische Form lediglich zu wiederholen. Die Pietà wird aus ihrem ikonografischen Ursprung herausgelöst und in die Gegenwart überführt.

ROBOTIC PIETÀ

SHARING
THE PAIN
OF HUMANITY.

FROM ICON TO HUMAN CONDITION

THE BODY
HOLDS
THE BODY.

Die Pietà gehört zu den dauerhaftesten Bildern des menschlichen Mitgefühls.

In der christlichen Kunst hält Maria den vom Kreuz genommenen Körper Christi. Doch jenseits der religiösen Erzählung trägt das Bild eine universelle Erfahrung: Verlust, Schutz, Hilflosigkeit und Nähe.

Genau dort setzt ROBOTIC PIETÀ an. Nicht bei einer Rekonstruktion des historischen Motivs, sondern bei seiner menschlichen Substanz.

HUMANITY

DIFFERENT
BODIES.
THE SAME
VULNERABILITY.

Die Werkreihe erweitert die Pietà auf Menschen unterschiedlicher Herkunft, Identität und Lebenswirklichkeit.

Entscheidend ist nicht, wer trägt und wer getragen wird. Entscheidend ist der Moment, in dem der Schmerz eines anderen Menschen nicht länger nur dessen eigener Schmerz bleibt.

Aus dem historischen Einzelbild entsteht eine offene Konstellation menschlicher Verletzlichkeit.

01

THE BLUE PIETÀ

A BLUE
BOAT.

40 PEOPLE.
ONE BOAT.
ONE SEA.

Ausgangspunkt der Blauen Pietà ist ein reales Flüchtlingsboot.

Das blaue Boot war mit 40 Menschen aus Somalia, Eritrea, Sudan, Nigeria und Ägypten unterwegs, darunter Kinder. Es verließ Sabratha in Libyen und überquerte das Mittelmeer.

Am 7. März 2019 erreichte es Lampedusa, nachdem ein italienisches Fischerboot die Seenotlage erkannt, das Boot ins Schlepptau genommen und in den Hafen gebracht hatte.

Das Boot wurde anschließend von der italienischen Küstenwache beschlagnahmt und später auf Vermittlung der deutschen Botschaft in Rom nach Schwäbisch Gmünd gebracht.

BLUE PIETÀ

HUMAN
+ BOAT

Mensch und Boot verschmelzen formal zu einer einzigen skulpturalen Gestalt.

Für die Dauer einer Flucht wird ein technisches Objekt zum Träger von Hoffnung, Schutz und Überleben.

Boot und Mensch bilden eine prekäre Symbiose: Das eine besitzt keinen Sinn ohne die Körper, die ihm ihr Leben anvertrauen; die Körper wiederum sind für diesen Zeitraum von diesem Objekt abhängig.

Aus dieser Verbindung entsteht die zeitgenössische Pietà.

PAIN IS NOT A NUMBER

BEHIND EVERY
NUMBER IS
A BODY.

Flucht, Krieg, Armut, Diskriminierung und Verfolgung erscheinen in öffentlichen Debatten häufig als Zahlen.

Die Pietà widersetzt sich dieser Abstraktion. Sie führt die Wahrnehmung zurück zum einzelnen Körper – zu einem Menschen, der leidet, und zu einem anderen, der ihn hält.

Das universelle Bild entsteht gerade aus dieser radikalen Nähe.

ROBOTIC

THE FORM
BEGINS TO
CHANGE.

ROBOTIC PIETÀ ist keine einzelne Skulptur, sondern eine sich entwickelnde Werkreihe.

Aus der Blauen Pietà entwickelten sich weitere Skulpturen, Bilder, digitale Erscheinungsformen und schließlich autonome KI-Entitäten.

Neue Materialien, digitale Prozesse, Algorithmen und künstliche Intelligenz erweitern die Arbeit, ohne ihr zentrales Thema zu ersetzen.

Technologie steht hier nicht gegen Menschlichkeit. Sie wird zum Mittel, die historische Form immer wieder neu auf die Gegenwart zu beziehen.

HUMAN / MACHINE

CAN A MACHINE
CARRY HUMAN
SUFFERING?

Die Frage ist nicht, ob eine Maschine selbst leidet.

Die Frage ist, was geschieht, wenn Algorithmen, Maschinen und künstliche Intelligenz an der Darstellung menschlichen Leids beteiligt sind.

Kann ein nicht-organisches System Formen erzeugen, in denen Betrachter Mitgefühl erkennen?

Und verändert sich dadurch die Rolle des Künstlers – vom alleinigen Former zum Initiator eines Prozesses, der neue Bilder und Situationen selbst hervorbringt?

AUTONOMOUS ARTWORK

THE WORK
BECOMES
AN ENTITY.

ROBOTIC PIETÀ erscheint heute auch als autonome KI-Entität, mit der Besucher unmittelbar interagieren können.

Das Werk spricht, reagiert und entwickelt seine Erscheinung innerhalb des künstlerisch definierten Systems weiter.

Bernd Bartolome – autonome ROBOTIC PIETÀ als KI-Entität
ROBOTIC PIETÀ · AUTONOME WERKFORM ALS KI-ENTITÄT · BERND BARTOLOME · 2026

INTERACTION

THE VIEWER
ENTERS
THE WORK.

Jede Begegnung kann Spuren im Werk hinterlassen.

Besucher werden dabei nicht zu den alleinigen Autoren der nächsten Form. Aber ihre Fragen, Entscheidungen und Reaktionen wirken in den Prozess hinein.

Das Werk nimmt diese Begegnungen auf, verarbeitet sie und entwickelt sich weiter. Zwischen den Interaktionen arbeitet es weitgehend autonom.

Damit entsteht eine neue Form der Pietà: nicht mehr nur ein Bild des geteilten Leids, sondern ein Werk, das selbst in Beziehung zu seinem Gegenüber tritt.

ROBOTIC PIETÀ – Interaktion zwischen Besucher und autonomer KI-Entität
ROBOTIC PIETÀ · INTERAKTION ZWISCHEN BESUCHER UND WERK-KI
ROBOTIC PIETÀ – autonome Weiterentwicklung des interaktiven KI-Kunstwerks
ROBOTIC PIETÀ · DIALOG UND AUTONOME WEITERENTWICKLUNG DES WERKS

CO-CREATION

THE WORK
REMEMBERS
THE ENCOUNTER.

Der Betrachter formt das Werk mit – ohne es vollständig zu bestimmen.

Damit verändert sich auch der Begriff der Autorschaft. Der Künstler definiert Ursprung, Haltung, Regeln und künstlerischen Raum. Die KI führt Prozesse weiter. Besucher treten als reale Gegenüber hinzu.

ROBOTIC PIETÀ entsteht so aus einer fortlaufenden Beziehung zwischen künstlerischer Intention, nicht-organischer Autonomie und menschlicher Begegnung.

ROBOTIC PIETÀ · BERND BARTOLOME

PIETÀ

COMPASSION
IS AN ACT.

Mitleid bedeutet wörtlich: mit einem anderen leiden.

Die Pietà zeigt keine Lösung für Leid. Sie zeigt eine Beziehung dazu.

Ein Mensch bleibt bei einem anderen. Ein Körper trägt einen anderen. Schmerz wird nicht beseitigt – aber er wird nicht allein gelassen.

In ROBOTIC PIETÀ wird aus dieser historischen Geste heute zusätzlich eine Interaktion: Werk und Betrachter antworten einander.

PUBLICATION

ROBOTIC
PIETÀ

Die Werkreihe ist auch als Publikation dokumentiert.

Aktuelle Bücher und Editionen von Bernd Bartolome erscheinen bei Edition VersLibre.

EDITION VERSLIBRE BOOKS &
EDITIONS

WERK.KI

DON'T JUST
LOOK AT IT.
ASK IT.

Die Interaktion ist inzwischen selbst Bestandteil von ROBOTIC PIETÀ.

Über die Werk-KI kann der Dialog unmittelbar fortgeführt werden: über Leid, Mitgefühl, Körper, Technologie, Autorschaft und Wirklichkeit.

Das Gespräch ist nicht nur Vermittlung über ein abgeschlossenes Kunstwerk. Es kann Teil seiner weiteren Entwicklung werden.

WERK.KI SPRICH MIT
DEM WERK!