BERND BARTOLOME · LINES
LINES
A LINE
IS A THING.
Die Linie ist nicht Illustration. Nicht Umriss. Nicht Dekoration. Sie ist Gegenstand, Zeichen, Code, Ereignis und Raum.
THE LINE
A THING.
A SIGN.
AN EVENT.
Eine Linie ist ein Ding. Ein Etwas, das existiert – und zugleich auf etwas anderes verweisen kann.
Als Zeichen steht sie zwischen Objekt und Wahrnehmung. Sie besitzt eine physische oder visuelle Existenz, kann aber gleichzeitig Träger von Bedeutung, Erinnerung und Interpretation sein.
In Bartolomes Werk wird diese Doppelrolle zum Ausgangspunkt: Die Linie repräsentiert nicht nur eine Form. Sie wird selbst zur Form, zum Ereignis und zum Bestandteil eines Systems.
LINES
A LINE IS
NOT BETWEEN
TWO POINTS.
IT IS A WORLD.
ABSTRACTUS
LESS
BECOMES
MORE.
Abstraktion bedeutet Weglassen – und durch dieses Weglassen etwas Allgemeineres sichtbar werden zu lassen.
Die Linie reduziert Wirklichkeit und erzeugt gleichzeitig neue Wirklichkeit. Sie kann Körper, Grenze, Bewegung, Richtung, Erinnerung oder reine Struktur sein.
Ihre ästhetische Bedeutung ist dabei nicht unveränderlich. Sie entsteht immer wieder neu im Verhältnis zwischen Werk, Betrachter, Raum und gesellschaftlichem Kontext.
SELECTED WORKS
LINE AS
FORM.
Die Linie erscheint als Zeichnung, Körper, Bewegung und räumliche Struktur. Kein Bild ist ein endgültiger Zustand.
LINE / SIGN / CODE
LINES
ARE
SOCIAL.
Linien, Bilder, Sprache und Codes funktionieren, weil zwischen Menschen Vereinbarungen darüber bestehen, wie Zeichen gelesen werden.
Ein Code überträgt nicht einfach Information. Er erzeugt Beziehungen zwischen Zeichen, Wissen und Interpretation.
Ästhetische Codes, Wahrnehmungscodes, gesellschaftliche Codes und sprachliche Codes beeinflussen, was sichtbar wird und wie Sichtbares Bedeutung erhält.
AI.LINES
FROM
LINE
TO CODE.
Wird die Linie algorithmisch beschrieben, kann sie ihre Bindung an Hand, Papier und einzelne Form verlieren.
Die künstlerische Entscheidung verlagert sich von der Ausführung jeder einzelnen Linie auf Regeln, Beziehungen und Systeme, innerhalb derer Linien entstehen können.
Algorithmus und künstliche Intelligenz werden damit nicht zum dekorativen Effekt. Sie erweitern die Bedingungen, unter denen das Werk existiert.
URBAN.LINES
FROM LINE
TO SPACE.
Sobald die Linie ihren Bildträger verlässt, beginnt sie Raum zu definieren.
Sie trifft auf Architektur, Wege, Fassaden, Körper, Verkehr, Geschichte und Zufall.
Aus der abstrakten Linie wird eine räumliche Intervention. Der vorhandene Ort ist nicht Hintergrund des Werks – er wird Teil davon.
NECKARSPINNEREI
ORT
+ UNORT
Ein Ort ist mehr als eine geografische Koordinate.
Er trägt Erinnerungen, Geschichte, Kultur und Bedeutung.
Der Unort erscheint dagegen zunächst als Leerstelle – als scheinbar unbestimmter Raum zwischen Funktionen und Zuschreibungen.
Gerade diese Leerstelle enthält jedoch eine narrative Fülle des noch nicht Erzählten. Zwischen Ort und Unort entsteht ein Raum, in dem Identität und Wahrnehmung neu verhandelt werden können.
SARA.LINES
FROM LINE
TO LANGUAGE.
Zeichen werden Sprache. Sprache erzeugt Bedeutung. Bedeutung verändert Wirklichkeit.
In SARA.LINES erweitert sich die Frage nach der Linie zu einer Frage nach Zeichen und Sprache. Sprache dient nicht nur dazu, eine bereits existierende Welt zu beschreiben.
Sie kann Wahrnehmung ordnen, Identitäten konstruieren und Realität immer wieder neu definieren.
Mit der Werk-KI wird dieser Gedanke heute unmittelbar erfahrbar: Der Betrachter bleibt nicht außerhalb des Werks, sondern tritt über Sprache in einen Dialog mit ihm.
WERK.KI SPRICH MITDEM WERK! ↗
LINES
NO FINAL
LINE.
LINES ist kein abgeschlossener Zyklus. Die Werkreihe verändert Medium, Maßstab, Ort und Technologie.
Zeichnung wird Code. Code wird Raum. Raum wird Sprache. Sprache wird erneut zum Ausgangspunkt.
CURRENT WORK
THE WORK
CONTINUES.
Aktuelle Werkentwicklungen, Bücher und neue Manifestationen von LINES werden auf der zentralen Künstlerseite fortgeführt.
BERND BARTOLOME BARTOLOME.INFO ↗ BOOKS / EDITION