BERND BARTOLOME · 1. LINDAUER BIENNALE · 2022
BIENNALE
LINDAU
2022
Der Moment, in dem ein Kunstwerk begann, seine eigene Entwicklung unabhängig von der Gegenwart seines Künstlers fortzusetzen.
SPRICH MIT DEM WERK!IN SITU PARADISE
ONE WORK.
FOUR
MOMENTS.
Bartolomes Beitrag zur 1. Lindauer Biennale war kein einzelnes Objekt, sondern ein Werkprozess aus Skulptur, künstlicher Intelligenz, Klang, Performance, digitalem Raum und physischer Realität.
Die Biennale „In situ Paradise“ versammelte 20 zeitgenössische künstlerische Positionen. Bartolomes Arbeit entwickelte sich während dieses Zeitraums in mehreren miteinander verbundenen Phasen.
Von TICKETS über ARRIVE bis zur autonomen Skulptur und schließlich 8SECONDS wurde die Ausstellung selbst zum zeitlichen Raum, in dem sich das Werk veränderte.
2022
THE MOMENT
THE WORK
BECAME
AUTONOMOUS.
TICKETS
Biennale Preview
ARRIVE
Biennale Opening
Eine neue Skulptur
entsteht
Skulpturen bis zum
Abschluss der Biennale
8SECONDS
Theater Lindau
BIENNALE PREVIEW · 02.10.2021
TICKETS
Noch bevor die Biennale offiziell begann, erschien das spätere Werk bereits als Prozess.
Im Kunstmuseum Lindau zeigte Bartolome im Rahmen der „ORF-Langen Nacht der Museen“ die Performance TICKETS.
Bartolome und SARA erzeugten 1.800 Zeichnungen. 400 davon wurden während der Aufführung vor Ort be- beziehungsweise entwertet und anschließend an das Publikum verteilt.
Das Kunstwerk wurde damit nicht ausschließlich betrachtet. Es wurde verteilt, verändert und in den Besitz seiner Betrachter überführt.
TICKETS BOOK EDITIONBIENNALE OPENING · 18.06.2022
ARRIVE
350 Menschen überquerten mit einem Schiff den Bodensee zur Enthüllung der Skulptur am historischen Landungssteg von Bad Schachen.
Dort wurde Bartolomes physische KI-Skulptur dauerhaft im öffentlichen Raum installiert. Digitale Entstehung und reale Materialität wurden zu zwei Erscheinungsformen desselben Werks.
Während der Überfahrt entstand zugleich eine KI-Komposition in Echtzeit. Töne und Eindrücke zwischen Land und Wasser sowie aus dem Umfeld der Skulptur wurden Bestandteil des Prozesses.
Klangfragmente dieser Arbeit tauchten später erneut in 8SECONDS auf.
18.06.–29.09.2022
EVERY
8 SECONDS
Eine Skulptur entsteht.
Sie existiert.
Acht Sekunden später wird sie unwiederbringlich zerstört.
Vom Tag der Eröffnung an erzeugte das Werk alle acht Sekunden einen neuen skulpturalen Zustand.
Mit jeder neuen Form verschwand die vorherige. Damit richtete sich das Werk gegen die Idee eines endgültigen, absoluten Kunstobjekts.
Bis zum Ende der Biennale entstanden 1.112.400 Skulpturen.
Das Werk existierte zugleich digital und als physische Skulptur. Entscheidend war jedoch nicht eine einzelne Form, sondern der fortlaufende Prozess ihrer Entstehung und ihres Verschwindens.
SCULPTURE
THE ARTWORK
NO LONGER
NEEDS THE
ARTIST.
Während der Biennale wurde aus einem vom Künstler initiierten System ein Werk, dessen weitere Entwicklung nicht mehr von seiner physischen Gegenwart abhängig war.
Die künstlerische Entscheidung verschwand nicht. Sie verlagerte sich: von der Herstellung jedes einzelnen Objekts hin zur Gestaltung der Bedingungen, unter denen das Werk selbst weitere Zustände hervorbringt.
THEATER LINDAU · 29.09.2022
8SECONDS
Die Biennale endete mit der Welturaufführung des filmischen Experimentalwerks 8SECONDS im Theater Lindau.
Friedemann Vogel, einer der international bedeutenden Tänzer seiner Generation, begegnet darin Bartolomes KI-Skulpturen.
Körperlichkeit und algorithmisch erzeugte Form stehen einander nicht als Illustration gegenüber. Sie werden zu zwei unterschiedlichen Formen künstlerischer Existenz.
Nach der Uraufführung wurde 8SECONDS zum Bregenzer Frühling eingeladen.
EXPLORE 8SECONDSBIENNALE LINDAU '22
IN SITU
PARADISE.
Die Biennale wurde zum zeitlichen und räumlichen Träger eines Werks, das sich während ihrer Laufzeit selbst veränderte.
Naturraum, Stadtraum, sozialer Raum, Metaverse, künstliche Intelligenz und physische Skulptur waren nicht voneinander isoliert. Sie bildeten den Kontext, innerhalb dessen SCULPTURE existierte.
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